Time to say goodbye

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Nach 127 Tagen geht meine Zeit hier in den USA zu Ende. Die Koffer sind wieder einmal gepackt, die wichtigsten Dokumente auf einen Stapel zusammengelegt. Es waren vier ereignisreiche, aufregende, manchmal auch nervenaufreibende Monate. Vor allem DC hat mich überrascht: Mit ihrem Image der zugeknöpften Politiker-Metropole war die Stadt anfangs wenig verlockend für mich. Doch dank meiner Mitbewohner und der vielen Bekanntschaften, die ich hier den Sommer über machen konnte, war es mir möglich, hinter die Fassade zu blicken. Ich entdeckte die feierfreudige Seite der US-Hauptstadt, mit ihren Jazzkonzerten im Park und den Open-Air-Kinonächten. Ich fuhr Kanu auf dem Potomac oder machte einen Ausflug zu Washingtons Grab auf dem Mount Vernon. Ich ging in die kostenlosen Museen und besuchte ein Baseball-Spiel der Nationals. Nicht zu vergessen das Feuerwerk auf der Mall am Nationalfeiertag.

Die Arbeit für die Deutsche Welle war unglaublich bereichernd. Ich durfte mich mit heiklen Themen wie der Todesstrafe oder dem Abhörskandal der US-Geheimdienste auseinandersetzen und besuchte die armen Gegenden Washingtons, etwa das schwarze Anacostia. Ich interviewte junge Afrikaner, die ihre Wünsche zum US-Afrika-Gipfel vortrugen oder befragte die Bürger von Washington, was sie zu einem neuen Irak-Einsatz sagen.

Das Schöne an meinen vier Monaten war aber auch, dass ich nicht nur in Washington blieb, sondern andere Teile der USA bereisen durfte. In Erinnerung bleiben werden mir

– das Kohle-Festival in West Virginia

– das WM-Finale, das ich auf einer Farm in Germantown, Maryland, verfolgte

– die Jazz-Abende in New Orleans

– die beeindruckenden Wolkenkratzer von Chicago

– die Strände von Alabama

– die fantastische Südstaatenküche, unter anderem bei Shrimp Basket in Mississippi

– die prachtvollen Villen im Garden State New Jersey

– die zwei Gesichter von Baltimore

– der Freimaurertempel in Alexandria

– die Great Falls in Virginia

– die Piratenbar in Silver Spring

Last but not least, die Zeit in New York. Die fünf Wochen, in denen ich die einzelnen Stadtteile erkundete und damit auch die verschiedenen Facetten des Big Apples kennenlernen durfte. Jeder Tag dort war so intensiv, dass ich locker zwei bis drei Blog-Einträge hätte verfassen können. Aber auch so konnte ich vieles festhalten: Das hier ist mein 101. Blog Entry.

Nun geht es zurück nach Deutschland. Doch ich bin mir sicher, dass das nicht mein letzter Besuch hier in den Staaten war. Es gibt noch sehr viel zu entdecken.

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