Treffen mit Kopfschmuck und Trachten

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Laut einer Studie der Vereinten Nationen soll es weltweit noch rund 5000 indigene Völker geben. 370 Millionen Menschen gehören einem einheimischen Volksstamm an, also ungefähr fünf Prozent der Weltbevölkerung. Manche von ihnen leben in selbst erwählter Abgeschiedenheit, etwa in den Regenwäldern des Amazonas. Andere haben sich mit der modernen Lebensweise arrangiert, wollen aber ihre eigene Sprache oder Kultur erhalten.

Um ihnen dabei zu helfen, fand erstmals eine Weltkonferenz der indigenen Völker in New York statt. Zwei Tage lang kamen Vertreter aus allen Kontinenten zusammen, um zu beratschlagen, wie man ihre Lebenssituation vereinfachen kann. Viele trugen farbenfrohe Trachten, hatten Kopfschmuck oder traditionelle Instrumente dabei. Es wurde gesungen, getanzt und musiziert. Aber auch viel diskutiert.

Schon zu Beginn der Veranstaltung verabschiedeten die Vereinten Nationen ein Dokument, das die Ureinwohner vor Willkür in ihren Ländern bewahren soll. Dieses Papier kommt sieben Jahre nach der Deklaration für den Schutz indigener Völker. Eine ziemlich lange Zeit, in der viele Einheimische mit Diskriminierung und Vertreibung zu kämpfen hatten. Oft wurden sie von ihrem Land vertrieben, weil darunter wertvolle Bodenschätze zu finden waren. Oder sie mussten ihre Heimat aufgrund von Naturkatastrophen verlassen.

Umso wichtiger ist das Dokument, das nun in New York ratifiziert wurde. Viele der Teilnehmer hoffen darauf, dass ihre Länder die Vorgaben der UN schnell in eigene Gesetze umwandeln. Sie haben dazu ein Jahr Zeit. Im September 2015 will ein Sonderberichterstatter bei der nächsten Generalversammlung vortragen, wie gut die Vorschläge umgesetzt wurden.

Meinen Artikel findet ihr hier.

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