5000 Jahre Kultur im Met

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Wenn man die Fifth Avenue auf Höhe der Upper East Side entlang läuft, kommt man an vielen Galerien und Museen vorbei. Die Straße gilt als Museumsmeile von New York City, mit ihren prestigeträchtigen Ausstellungshäusern direkt am Central Park. Hier ist der runde Schneckenhausbau des Guggenheims zu finden, ebenso wie die National Academy und die Neue Galerie. Das unbestrittene Herzstück der Museum Mile ist allerdings das Met.

Mit 190 000 Quadratmetern ist es das größte Kunstmuseum der Vereinigten Staaten von Amerika. Es landet regelmäßig unter den Top 10 der bedeutendsten Museen der Welt. Das Metropolitan Museum of Art, so der offizielle Name, hat über zwei Millionen Exponate, die alle bedeutenden Epochen der Menschheitsgeschichte umfassen – von Steinzeitartefakten bis hin zu zeitgenössischen Installationen. Richtig systematisch wurden hier allerdings die letzten 5000 Jahre Kulturgeschichte gesammelt – was schon an sich sehr imponiert.

Ein einmaliger Besuch ist also viel zu wenig, um die Ausstellungen zu genießen. Was viele Besucher nicht wissen: Der Eintrittspreis von 25 $ ist nur ein empfohlener Betrag. Die städtische Einrichtung verfolgt das „Pay What You Wish“-System. Jeder kann so viel zahlen, wie er für angemessen hält. Ein richtiger New Yorker, so wurde mir von verschiedenen Einwohnern versichert, zahlt nie mehr als 5 Dollar. Dafür kommt er aber auch regelmäßig hierher.

Im Inneren gibt es kostenlose Führungen, die einem die einzelnen Abteilungen der Met näher bringen. Man kann die europäische Renaissance bewundern, sich mit dem Baustil der alten Ägypter vertraut machen oder einen Einblick in das Leben und die Rituale der Asmat aus Neuguinea gewinnen. Es gibt Waffen, Musikinstrumente oder Kleidungsstücke aus verschiedenen Jahrhunderten zu sehen. Weil das Gebäude im neoklassizistischen Stil so groß ist, wird ständig irgendwo ein Flügel renoviert. Gerade ist die Modern Art Abteilung dabei, neue Räume zu beziehen. Sobald ein Bereich fertiggestellt wurde, gibt es feierliche Eröffnungen und Sonderausstellungen.

Im Met findet also fast jede Woche irgendeine Feier statt. Den vergnügungsfreudigen New Yorkern kann das nur recht sein.

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