Die „grüne Lunge“ New Yorks

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Ein weiser Mann hat vor kurzem zu mir gesagt: „Eine Stadt kann nicht stressig sein. Den Stress verursacht jeder selber.“ Deshalb versuchen viele New Yorker, regelmäßig dem Alltagschaos, den der Big Apple durch seine schiere Größe verursacht, zu entfliehen. Die meisten machen das mit einem Abstecher in den Central Park.

Die Grünanlage im Herzen von Manhattan ist der älteste öfftenliche Landschaftsgarten in den USA. Bereits Mitte der 1840er Jahre wurden erste Stimmen laut, dass New York einen Park benötigt – nach Vorbild der großen europäischen Metropolen wie London oder Paris. Nach jahrelangen Verhandlungen, einer großen Projektausschreibung und 14 Jahren Bauzeit öffnete der Central Park 1876 seine Tore. Das Gebiet war früher eine Sumpflandschaft mit einigen Felsformationen, die bis heute noch zu sehen sind.

Wer zum ersten Mal seinen Fuß hier hineinsetzt, fühlt sich allein von den Dimensionen des Parks überwältigt. 4 Kilometer lang, 860 Meter breit, nimmt er einen beachtlichen Teil Upper Manhattans ein. In New-York-Sprache ausgedrückt: Central Park erstreckt sich über 51 Blocks, von der 59 Street bis zur 110 Street. Einmal quer durch die Grünanlage laufen, wie man es gerne in deutschen Stadtparks macht, ist hier nicht so einfach möglich.

Deshalb kommen sowohl Besucher als auch alle New Yorker gerne öfter hierher. Central Park hat zahlreiche Wiesen, auf denen man entspannen kann. Es gibt spezielle Joggingwege sowie Seen mit Bootshäusern. Pärchen fahren gerne mit einer Kutsche durch die Gegend, Kulturfreunde gehen zu den kostenlosen Shows der Shakespeare Company. Und natürlich kommen auch Filmcrews regelmäßig hierher. Im „Fisher King“ etwa lagen Robin Williams und Jeff Bridges nachts nackt auf der Grand Lawn und sahen sich die Sterne an. Ein Werk aus den letzten Jahren, das zu einem wichtigen Teil im Central Park spielte, war das 9/11-Drama „Extremely Loud and Incredibly Close“. Nachdem der kleine Oscar seinen Vater in den Twin Towers verloren hatte, begab er sich auf eine Schatzsuche durch die Stadt, die ihn immer wieder zum Central Park führte.

Die New York Times hat ein sehr schönes Porträt des Naherholungsgebietes für ihre Reihe „36 Hours“ erstellt. Darin gibt es zahlreiche Tipps, was man in der „grünen Lunge New Yorks“ alles machen sollte. Zum Glück bin ich ja noch einige Tage da.

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