Mit veganen Wraps zum Food Oscar

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Gestern fanden in New York die Vendy Awards statt. Auf der Insel Governors Island vor Manhattan traten die besten Essens-Straßenverkäufer gegeneinander an. Mit selbstgemachten Falafeln, Burgern oder Empanadas kämpften sie um den Hauptpreis: den Vendy Cup. Dieser „Food Oscar“ wird seit zehn Jahren verliehen und gilt unter den Essens-Truckern als höchste Auszeichnung für ihre Arbeit.

Der Sieger hieß diesmal Adam Sobel: Der gebürtige New Yorker bietet seit fünf Jahren in seinem Wagen „Cinnamon Snail“ organisches Essen. Die veganen Speisen konnten die letzten Male bereits in Nebenkategorien wie „Bestes Dessert“ Preise abräumen. Diesmal holte Sobel mit seinen fleischlosen Burgern und scharf gewürzten Wraps die wichtigste Auszeichnung. „Der Cup ist ein Beweis dafür, dass veganes Essen nicht nur fade schmecken muss“, sagte Sobel glücklich.

Die „Vendys“ werden seit zehn Jahren ausgetragen. Ursprünglich in einer kleinen Garage im East End gestartet, musste diesmal erneut ein Freiluftgelände auf Governors Island gemietet werden. Mit 2500 Besuchern hätte man einfach eine größere Fläche benötigt, sagte der Organisator Sean Basinski. Er leitet die Organisation Street Vendor Project, die sich für die Rechte von Straßenverkäufern einsetzt. Das Wettkochen ist ihre größte Einnahmequelle: Die Tickets kosten 90 $ aufwärts, dafür können die Besucher so viel an den Ständen essen, wie sie wollen.

Der erste Sieger 2005 war übrigens „Hallo Berlin“, ein Hot-Dog-Stand des Deutschen Rolf Babiel. Nach dessen Tod übernahm Sohn Peter das Erbe und war zum Jubiläum der „Vendys“ auch vor Ort. „Ich wollte meinem Vater die Ehre erweisen, zum Zehnjährigen nochmals mitzumachen“, sagte er an seinem Würstchenstand. Mittlerweile hat „Hallo Berlin“ zwei Restaurants in New York City.“Die Vendy Awards waren hilfreich dabei, uns noch bekannter zu machen“, sagte Babiel.

Insgesamt traten 24 Firmen gegeneinander an. Den Sieger kürte eine siebenköpfige Jury, bestehend aus TV-Moderatoren und Star-Köchen. Auch die Besucher konnten ihre Favoriten wählen. Der Publikumspreis ging an „Nuchas“ von Argentinier Ariel Barbouth, der gebackene Empanadas anbot.

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