Im Hauptquartier der Geisterjäger

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Vor 30 Jahren eroberten die „Ghostbusters“ die Kinoleinwand in den USA. Die Komödie über drei Parapsychologen aus der New Yorker Columbia-Universität, die ihre Stelle verlieren und daraufhin eine Geisterjäger-Agentur gründen, entwickelte sich in den Staaten binnen Wochen zum Kultfilm. Vor allem die Darsteller Bill Murray und Dan Aykroyd konnten ihre Karriere in Hollywood ankurbeln. Sigourney Weaver wurde von der „Alien“-Jägerin zur Komödienheldin. Und der Titelsong von Ray Parker Jr. hielt sich über Monate in den Billboard Charts, erhielt sogar eine Oscarnominierung.

Ein Erfolg, der in New York zurzeit gefeiert wird. Denn hier wurden Teile des Films gedreht. Etwa an der Feuerwehrwache des FDNY, die im Film als Ghostbusters-Headquarter dient.

Im wahren Leben sieht sie aus wie auf dem unteren Bild und wird derzeit an Wochenenden von Männern in Geisterjäger-Kostüm bevölkert, die auf das Jubiläum hinweisen. Mit meiner New Yorker Bekannten Tiffany haben wir uns das ganze aus der Nähe angeschaut.

Fire Department Building Hooks and Ladders Number 8

Alle umliegenden Kinos zeigen den Film als Sondervorführung, eine spezielle Version soll demnächst auf BluRay erscheinen.

Natürlich ist „Ghostbusters“ nicht der einzige Film, der in New York gedreht wurde. In den letzten Tagen kam ich immer wieder an Gebäuden vorbei, die man aus erfolgreichen Komödien her kennt. Doch um welche handelt es sich?

Zum Einstieg eine ziemlich einfache Frage:

Wer übernachtete in diesem Hotel?

Plaza Hotel

Das Plaza Hotel in New York gilt als eines der nobelsten Quartiere der Stadt. Wohl auch deshalb hat der junge Komödien-Star hier ein Zimmer gebucht. Da er minderjährig war, musste er die Kreditkarte seines Vaters benutzen – und ein Tonbandgerät, mit dem er seine Stimme verstellte. Als Trinkgelder teilte er Kaugummis aus und den Concierge verscheuchte er mit einem aufblasbaren Clown. Doch seine eigentliche Bewährungsprobe sollten die beiden Einbrecher werden, die einen Kindergeschenkladen überfallen wollten.

Es war…

Kevin McAllister (Macaulay Culkin) in „Kevin – Allein in New York“. Ein Film, den so ziemlich jedes Kind meiner Generation gesehen haben dürfte. Im Trailer sieht man das Hotel bei 0:31.

Von der großen Leinwand zu einem Sitcom-Klassiker:

Welche Frau arbeitete in diesem Haus?

7 East 75th Street

Eigentlich war sie eine Verkäuferin in einem Brautladen in Queens, doch dann wurde sie von ihrem Freund ver- und gleichzeitig entlassen. Deshalb ging sie nach Manhattan und nahm eine Stelle an in diesem luxuriösen Gebäude, das an der Upper East Side steht. Sie sollte sich um die drei Kinder des Hausherren kümmern, doch war mehr damit beschäftigt, den Familienvater um den Finger zu wickeln. Unterstützung gabs dabei vom Hausbutler.

Es war…

Fran Fine (Fran Drescher), besser bekannt als „Die Nanny“. Die Kultserie lief sechs Staffeln lang und wurde größtenteils in Los Angeles gedreht. Die Außenaufnahme des Hauses (hier direkt nach der Titelsequenz zu sehen) stammt allerdings aus New York.

Die beiden Gebäude waren zu einfach? Dann kommt jetzt die Zusatzfrage für Komödien-Experten:

In welchem Film spielte diese Hausfront eine zentrale Rolle?

1056 Fifth Avenue

Zugegeben: Das ist ziemlich knifflig, weil das komplette Gebäude im Film nur ganz kurz zu sehen war. Dafür dienten die oberen Fenster für eine Szene, die Filmgeschichte schrieb. Die drei Hauptdarstellerinnen müssen nämlich in einen Fensterputzerwagen steigen, nachdem der Wohnungseigentümer ungeplanterweise erscheint. Es handelt sich um den Ex-Mann von einer der drei Frauen, der mit seiner weitaus jüngeren Geliebten das Apartment an der Fifth Avenue gekauft hat. Um nicht verhaftet zu werden, will das Trio mit dem Wagen nach unten fahren. Doch natürlich erweist sich der Plan als schwieriger als erwartet.

Es war der Film…

„Der Club der Teufelinnen“, bestehend aus Elise (Goldie Hawn), Brenda (Bette Middler) und Annie (Diane Keaton). Und ja: die Geliebte ist tatsächlich Sarah Jessica Parker, in einer ihrer ersten Rollen. Damals war sie noch weit vom Glamour einer  Carrie Bradshaw entfernt.

Die Häuser der „Sex and the City“-Darstellerinnen kann man übrigens in einer eigenen Bus-Rundfahrt erkunden. Bisher hatte ich allerdings nicht den Drang, dafür Geld auszugeben. Ich werde mich aber weiterhin auf Filmset-Suche begeben. Teil zwei vom Kino-Quiz folgt also gewiss.

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