Schatzsuche im Village

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Als Kind war ich ein großer Fan von Schnitzeljagden und Stadt-Rallyes. Ich habe es geliebt, Kreidepfeile auf Straßen oder an Häuserwänden zu suchen oder bei Gruppenfahrten eine fremde Gemeinde mithilfe von Fragenkatalogen zu erkunden.  Diese Zeit liegt zwar schon lange zurück, doch in New York musste ich wieder daran denken.

Schuld daran war meine DW-Kollegin Sarah, die in New York studiert hatte – genauer gesagt in Long Island. Da sie aber die meiste Zeit in Manhattan verbrachte, sieht sie sich als Expertin, was den Big Apple anbelangt. Und sie hat für mich eine digitale Schatzkarte entworfen, die sie mir auf mein Smartphone schickte. Die Karte führte mich zu den von ihr beliebtesten Orten in der Stadt, die allesamt im West Village liegen.

Hier sind die Höhepunkte meiner Entdeckungstour:

Paradies für Bücherratten: der „Strand“

The Strand

Dieser Buchladen ist das letzte Überbleibsel der „Book Row“ von New York. Auf der Lower 4th Avenue hatte sich noch in den 1940 und 1950er Jahren ein Buchgeschäft neben dem anderen gereiht. Heute gibt es hier nur noch den „Strand„. Wer einmal drinnen war, versteht, warum sich der Laden halten konnte: Auf vier Etagen gibt es so gut wie jedes Buch zu jedem Thema zu finden. Die Regale sind so hoch, dass man die oberen Fächer nur mithilfe einer Leiter erreichen kann. Das Gebäude erstreckt sich zudem über einen halben Block. Sarahs Aufgabe: „Verbringe mindestens eine Stunde hier.“ Sehr einfach zu erfüllen.

Trinkpause im „Bean“

The Bean

Ein kleiner gemütlicher Coffee Shop, so wie man ihn aus unzähligen Filmen über New York kennt. Hinter der Theke stehen größtenteils Studenten aus der anliegenden New York University. Für Menschen wie mich, die keinen Kaffee mögen, gibt es eine große Auswahl an Tee oder Trinkschokolade. Sarahs Aufgabe: „Probiere etwas eisiges.“ Habe mich für den Hurricane Island Iced Tea entschieden: grüner Tee mit Gewürzen und vielen Eiswürfeln. Gute Wahl.

Abkühlung im Washington Square Park

Washington Square Park

Die grüne Oase des Villages. Umrundet wird der Park von rot getrichenen Häusern mit Treppenaufgängen, in denen früher Künstler wie Edward Hopper oder Autoren wie Henry James wohnten. Heute dienen sie als Schlafstätten für die NYU-Studenten. Der Park selbst hat eine große Fontäne, um die herum Straßenmusiker spielen. Auf der nördlichen Seite ist ein großer weißer Triumpfbogen zu finden, den die Stadt zum 100. Jahrestag von George Washingtons Amtsantritt erbauen ließ. Der erste US-Präsident wurde damals in New York vereidigt. Sarahs Aufgabe: „Schau den Menschen zu, streichele einen Hund.“ Es gab keine Hunde, dafür eine Unmenge an Eichhörnchen.

Hommage an einen Filmklassiker: „The Little Lebowski“

The Little Lebowski

Diese Station war eigentlich nicht mehr auf Sarahs Mappe zu finden. Allerdings hatte sie mir geschrieben, dass ich ein wenig durch die umliegenden Straßen spazieren solle. Auf der Thompson Street gibt es einen Laden, der sich dem Film „The Big Lebowski“ verschrieben hat. Die Pappfiguren vor dem Eingang machten bereits unmissverständlich klar, dass hier dem „Dude“ die Ehre erwiesen werden solle. Es gab eine Unmenge an T-Shirts mit Lebensweisheiten aus dem Film zu kaufen, zudem Gesichts-Tassen und eine Pfeife in Form eines Pins. Ein Besuch ist also nicht nur für Filmnerds zu empfehlen.

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