Südstaatenküche

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Es ist fettig, es ist frittiert, es schmeckt fantastisch. Nach zwei Wochen im Süden der USA kann ich sagen, dass die Vorurteile über schlechtes Essen in den Staaten übertrieben sind. Im Gegenteil: Die Südstaatenküche ist unglaublich vielfältig und nahrhaft. Ich kann mich nur glücklich schätzen, nicht noch längere Zeit hier verbracht zu haben – mein Körper hätte es mir gedankt. Man kann aber auch zu all den fried vegetables so schwer nein sagen. Ebenso wenig zum Sweet Tea, der in den Southern States seinem Namen alle Ehre macht.

Deshalb habe ich euch heute eine persönliche Liste der Gaumenfreuden aus dem Süden zusammengetragen.

Gumbo

Gumbo: Eine Schüssel kreolische Würze 

New Orleans hat gleich mehrere lokale Delikatessen zu bieten. Bedingt durch die Geschichte der Stadt gibt es hier viele kreolische Speisen, also französisch angehauchtes Essen. So zum Beispiel diesen runscheinbar aussehenden Eintopf, der jedoch so gut gewürzt ist, dass man einfach nicht genug bekommen kann. Der Gumbo wird entweder mit Meeresfrüchten oder mit Hühnchenfleisch serviert. Einfach zulangen und genießen.

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Beignets im Café du Monde 

Für den Nachtisch empfiehlt sich ein kurzer Abstecher ins Café du Monde. Hier werden die weltberühmten Beignets verkauft. Natürlich ist der Laden ein einziger Touristenschuppen – was man schon alleine daran merkt, dass die Beignets im Dreierpack verkauft werden. Aber die süßen Krapfen mit einer Extraportion Puderzucker sind auch den überteuerten Preis Wert.

Funky Monkey Pancake

Pancakes und Waffles: Der süße Start in den Tag

Zum Frühstück gibt es im Süden eine ganze Reihe an Fast-Food-Ketten, die wirklich gute Gerichte servieren. Am bekanntesten ist wohl das „Waffle House“, bei dem der Name Programm ist. Es gibt große runde Waffeln, die mit Früchten und einer großen Portion Ahornsirup angereicht werden. Der Sirup kommt auch bei Cracker Barrel zum Einsatz – einer Kette, die für ihre Pfannkuchen und die Erdbeerlimonade berühmt ist. Das Foto oben stammt allerdings wieder einmal aus NOLA: Im Café „Ruby Slippers“ werden Funky Monkey Pancakes angeboten: mit Bananenstücken und einer Schokoglasur. Dazu gibt es nach Wunsch noch Spiegelei und Speck. Wer danach noch Hunger hat, sollte sich wirklich Gedanken über seine Verdauung machen.

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Fried Green Tomatoes 

Der Klassiker. Wer den Film gleichen Namens gesehen hat, weiß, dass Alabama für seine frittierten grünen Tomaten berühmt ist. Laut meiner Freundin werden die besten Fried Green Tomatoes der gesamten Welt im Lulu’s Diner in Gulf Shores serviert. Allerdings musste man dort über eine Stunde anstehen, um einen Sitzplatz zu ergattern. Deswegen habe ich das Sakrileg begangen, die grünen Tomaten erst in NOLA zu bestellen. Waren dennoch lecker.

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Froschschenkel bei Lambert’s 

Wer Gemüse frittieren kann, der versucht es natürlich auch mit Fleisch. In Alabama gibt es einen kleinen Familienladen namens Lambert’s Café, in dem fried frog legs angeboten werden. Wer also schon immer mal Froschschenkel probieren wollte, ist hier an der richtigen Adresse. Dazu gibt es eine große Portion Sweet Tea und die Hauptattraktion von Lambert’s: die selbstgemachten ofenfrischen Brötchen. Die Kellner laufen durch den Diner und werfen jedem die fettigen rolls zu, der seine Hände hebt. Andere Kellner bringen frittiertes Okra, Bratkartoffeln oder Spaghetti. Alles inklusive, versteht sich. Und so viel man eben essen kann.

 Monterey Melt

Monterey Melt: Der etwas andere Burger

Hamburger gibt es viele in den USA. Doch wenn sich ein Fast-Food-Laden „Whataburger“ nennt, dann muss er schon mehr bieten. Die Kette aus Texas hat einen Ruf, besonders ausgefallene Kreationen zu liefern. Entweder man bekommt gleich drei Stück Fleisch in seinem Brötchen oder es werden scharfe Gewürze dazugemischt. Ich habe mich für einen all-time favorite entschieden, den Monterey Melt: mit mehreren Scheiben Beef, Monterey Jack Käse, Pfeffer, Zwiebeln und Jalapenos. Getoppt mit Jalapeno-Soße, damit man ja nicht zu wenig Schärfe spürt.

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Ein Gedanke zu “Südstaatenküche

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