Suit Up!

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Washington wurde auf einem Sumpfgebiet errichtet. Das bekommt man vor allem in den Sommermonaten zu spüren. Das Wetter ist schwül, liegt meist um die 30 Grad. Sobald man vor die Tür tritt, wünscht man sich, nur mit Shorts und T-Shirt herumlaufen zu dürfen.

Dennoch tragen viele Menschen Anzüge in der Stadt – und das nicht nur, wenn sie als Diplomaten oder Beamte arbeiten. Selbst mein Mitbewohner Justin zieht sich Hemd und Sakko an, wenn er zu seiner Arbeit in einer Software-Firma geht. DC achtet auf gute Kleidung. Gestern war auch für mich die Zeit gekommen, mich in Schale zu werfen.

Ich war eingeladen auf die National Security Conference des „Center for a New American Security“. Gegründet wurde die Denkfabrik vom ehemaligen Leiter des Büros für Ostasien und die Pazifikregion, Kurt Campbell. Und genau um diese Gegend ging es auch vorwiegend auf der Konferenz: Gefragt wurde, wie sich die USA im pazifischen Raum behaupten wollen – mit einem aufsteigenden China und vielen Vertragspartnern, die sich durch die neue Supermacht bedroht fühlen.

Zu Wort kamen unter anderem Obamas Sicherheitsberatin Susan Rice („Wenn Herausforderungen anstehen, wendet sich die Welt an uns“) und Paul Ryan, der bekannt wurde als ehemaliger Vizepräsidentschaftskandidat von Mitt Romney. Einig waren sich alle: trotz Ausgabensenkungen bei der Armee können sich die USA weiterhin behaupten und müssen ihre Rolle in Asien ausbauen. Nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich – mit dem Freihandelsabkommen TPP als wichtigstem Baustein. Dass sich dagegen ebenso viel Widerstand in den USA erhebt wie beim transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP in Europa, ist dabei fast schon ironisch zu sehen.

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