Zeit, dass sich was dreht

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Mein erster Arbeitstag hier in den USA führte mich raus aus Washington. Es ging zum PPL Park nach Chester, einer mittelgroßen Gemeinde in Pennsylvania vor den Toren Philadelphias. In diesem Fußballstadion trainieren gerade zwei Nationalteams für die WM in Brasilien: die Griechen und die Nigerianer. Meine Aufgabe war es, den Trainer der nigerianischen Mannschaft, Stephen Keshi, zu interviewen.

Die „Super Eagles“ sind eine der erfolgreichsten afrikanischen Teams. 2013 haben sie den Africa Cup gewonnen, dementsprechend groß war unsere Hoffnung, dass sich der Trainer mit einiger Zuversicht über die anstehenden Spiele in Brasilien äußern würde. Ich reiste mit Andrea an, einem Kollegen vom Schweizer Fernsehen, der auch als Tagesautor für die Welle tätig ist. Per Taxi und AMTRAK ging es zum Stadion, das direkt am Delaware River gelegen ist. Von der Tribüne aus hatte man einen fantastischen Blick auf die Commodore Barry Bridge, die Verbindungsbrücke zwischen den Bundesstaaten Pennsylvania und New Jersey.

Doch bis wir endlich drinnen waren, floss viel Wasser den Delaware hinunter. Der nigerianische Pressesprecher Ben hatte uns 4pm als Trainingstermin genannt. In Wirklichkeit kamen die „Super Eagles“ um 7pm an, das Interview sollte erst danach stattfinden. Glücklicherweise waren ab 17 Uhr die Griechen im Stadion, sodass wir unser Kamera-Equipment reinstellen konnten und auch dieses Training aufnahmen.

Mit einiger Überzeugungskraft gelang es uns, Trainer Keshi zu motivieren, uns schon vor dem Training ein paar Fragen zu beantworten. Was gut war, weil wir 15 Minuten nach Trainingsbeginn vom Platz geschickt wurden: die Mannschaft wollte unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter üben, Interviews werde es keine mehr geben. So hatten wir aber unsere O-Töne im Kasten und konnten zurückreisen.

Noch bis Dienstag werden die „Super Eagles“ laut ihrem Pressesprecher in den USA weilen, dann geht es weiter nach Brasilien. Wie weit sie bei der WM kommen werden? Keshi: „I wish I could tell you this but I don’t know.“ Und später: „Guys, this is Nigeria that we’re talking about. It’s not the first time that we play against Argentina or other big soccer nations.“ Zuversicht hat er zumindest. Auch wenn er etwas wortkarge Antworten gibt.

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2 Gedanken zu “Zeit, dass sich was dreht

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